die Morningshow, die nie geplant war
Senile Bettflucht
Wo die Welt noch schläft und Matuschke schon redet.
Werktags von 6 bis 9 Uhr klingelt bei Feelgood FM ein anderer Wecker: Matthias Matuschik (kurz Matuschke) holt euch mit der „Senilen Bettflucht" aus den Federn. Was im März 2026 als einmaliges Geburtstagsgeschenk an die Station zum ersten Sendejubiläum gedacht war, wurde dank überwältigender Hörerresonanz zum festen Programmplatz. Drei Stunden Morgen, drei Stunden Matuschke; und drei Stunden gute Gründe, früher aufzustehen, als man eigentlich müsste.
Bei ihm gibt's keinen Frühstücksradio-Brei und auch keine wohlklingenden Stimmen, die euch sanft in den Tag säuseln. Stattdessen: wache Musik mit Substanz, mal beschwingt, mal eigensinnig, immer handverlesen. Zwischen den Songs serviert Matuschke das, was nur er kann: scharfe Beobachtungen zum Tagesgeschehen, Anekdoten aus drei Jahrzehnten Radio, kleine Reibereien mit der Welt, und ab und an einen Espresso-Tipp, der wachhält, ohne den Magen zu verbrennen. Die Sendung läuft live, ohne Skript, ohne doppelten Boden und ohne Rücksicht darauf, ob ihr noch im Halbschlaf seid. Bei den koreanischen Boybands sind wir uns übrigens auch morgens einig: die kommen weiterhin nicht vor.
Matuschke ist eine Radiopersönlichkeit, wie man sie heute nur selten findet. Unverwechselbar, spontan, mit einer großen Klappe, aber ebenso großem Herz. Dass er ausgerechnet die früheste Schicht des Tages übernommen hat, ist ein kleines Wunder, und der Beweis, dass die Liebe zum Radio größer sein kann als die zum Schlaf. Wer ihn schon abends am Lagerfeuer gehört hat, weiß: am Morgen ist er nicht weniger wach, nur anders. Statt Glut gibt es erste Sonnenstrahlen, statt Mitternachtsphilosophie ein Frühstücksgespräch mit Tiefgang. Den Titel der Sendung hat er sich übrigens selbst gegeben. Selbstironie war noch nie sein Problem.
Senile Bettflucht ist die Antwort auf alles, was der morgendliche Hörfunk sonst so verbricht. Kein Wetter alle zwölf Minuten, kein Stau-Bingo, keine fröhlichen Jingles, die euch zu Optimismus zwingen wollen. Stattdessen ein Studio, das schon hellwach ist, wenn andere noch ihren ersten Kaffee suchen, und ein Moderator, der euch durchs Bad, übers Frühstück und auf die Fahrt zum Büro begleitet, ohne dass sich jemand davon zu Optimismus genötigt fühlen muss. Die Zeitung daneben (falls ihr noch wisst, was das ist) ist optional. Hauptsache, dabei sein, wenn Matuschke der Nation den Tag erklärt.
Feelgood FM bringt euch die einzige Morningshow, die ihr je gebraucht habt: werktags von 6 bis 9 Uhr – live aus dem Studio, direkt ins Bad, in die Küche, ins Auto. Oder unter die Bettdecke.
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